Fast 1,5 Millionen Menschen haben in den ersten drei Monaten den österreichischen Pavillon auf der EXPO Shanghai besucht. Die heimische Präsenz bei der Weltausstellung 2010 hat sich damit erfolgreich als Besuchermagnet bewährt. Gerade jetzt im heißen Shanghaier Sommer mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius schätzen viele Besucher den Rundgang durch die erfrischenden Landschaften Österreichs: durch Hochgebirge, Wälder und Flusstäler. Derzeit besuchen besonders viele Kinder den heimischen Pavillon, die ja die Geschäftspartner und Touristen von morgen sind. Alle 143 Mio. chinesischen Grundschüler haben bis Ende August 2010 Sommerferien. Traditionell wird diese Zeit in China intensiv für Bildungsangebote genutzt und so lernen jetzt viele wissbegierige junge Besucher bei der EXPO neue Länder und Kulturen kennen.
Zur Halbzeit zeigt sich auch, dass das wirtschaftliche Konzept des Österreich-Pavillons aufgeht: Für das Business Networking ist im Obergeschoß ein eigener Bereich reserviert. Diese VIP-Lounge ist bewusst großzügig dimensioniert und mit einer multifunktionellen Lounge-Möblierung in futuristischem Design gestaltet. Rund 2.500 Personen haben dort an bisher 50 Firmenveranstaltungen teilgenommen und so österreichische Gastlichkeit in einer besonderen Form erlebt.
Position im Wachstumsmarkt China festigen
„Die EXPO in Shanghai bringt Österreichs Wirtschaft neue Impulse“, sagt Wirtschafts¬minister Reinhold Mitterlehner. „Zahlreiche Unternehmen konnten im Rahmen von Veranstaltungen im österreichischen Pavillon bereits neue Geschäftskontakte zu chinesischen Unternehmen knüpfen, wie beispielsweise Bachmann Electronics mit dem führenden Windenergieanlagen-Hersteller in Chengdu, der Feuerwagenhersteller Rosenbauer mit der Civil Aviation Administration of China oder der Prüfanlagen-Entwickler CW Concepts mit der Shanghai Automotive Industry Corp. Damit wird die Basis für weitere Exporte nach China gelegt — wegen der hohen Wachstumszahlen ein für Österreich immer wichtigerer Handelspartner. Die EXPO-Präsenz hilft auch dem Tourismus, weil die Gestaltung des Pavillons Lust auf einen Besuch in Österreich macht. Davon konnte ich mich bei der Eröffnung Anfang Mai überzeugen“, so Mitterlehner weiter.
Österreichs Wirtschaft nutzt die Möglichkeiten der VIP-Lounge sehr vielfältig: Unternehmen präsentieren ihre Leistungen und knüpfen Kontakte zu chinesischen sowie anderen internationalen Geschäftspartnern. Städte wie Wien, das Mercer erst 2009 zum lebenswertesten urbanen Raum der Welt kürte, oder Shanghais Partnerstadt Salzburg nutzen dieses Podium für den internationalen Austausch, regionale Initiativen wie das Internationalisierungscenter Steiermark schaffen fokussierte Kontaktpunkte. Außerdem werden in der VIP-Lounge viele chinesische Delegationen empfangen. Die chinesischen Vertreter bringen oft schon ein erstaunliches Wissen über Österreich mit und können dies im Zuge ihres Besuchs weiter vertiefen.
100 Veranstaltungen im Umfeld der EXPO: von Umwelttechnik bis Infrastruktur
Vor allem aber organisiert die Wirtschaftskammer Veranstaltungen — in der VIP-Lounge, im Umfeld der EXPO, aber auch in Österreich. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl verdeutlicht: „Unser Rahmenprogramm ist vor allem auf die Themen Umwelttechnologie, Energiewirtschaft, Gesundheit und Infrastruktur ausgerichtet. Gerade in diesen Sektoren erwarten wir uns weiteres Wachstum. China ist bereits jetzt unser wichtigster Überseemarkt nach den USA, in den nächsten fünf Jahren wollen wir unsere Exporte dorthin auf 4 Mrd. Euro verdoppeln.“ In Summe stehen an die 100 Events am Programm, die den heimischen Betrieben neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen.
Regierungskommissär Hannes Androsch verdeutlicht: „Die EXPO bietet zusätzlich zur Ausstellung für Österreichs Wirtschaft eine Plattform, Geschäftskontakte mit China zu vertiefen und neue zu knüpfen. Viele Städte, darunter Nanjing, Xian und Chengdu, haben mir gegenüber vor Kurzem erneut größtes Interesse an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder, vor allem im Sektor der umweltfreundlichen Kommunaltechnologien, bekundet. Hier eröffnen sich für Österreichs Wirtschaft große Chancen, die es zu nutzen gilt."






















